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Gesundheit

Hämorrhoiden – Das lästige Volksleiden

Jeder zweite Deutsche leidet mindestens einmal in seinem Leben an Hämorrhoiden. Nicht nur ältere Menschen sind betroffen. Schon Jüngeren sind das unangenehme Jucken, die Schmerzen und Blutungen bekannt. Was können Betroffene tun?

Es fängt mit einem Brennen und Jucken an – an einer der unangenehmsten Stellen überhaupt – dem After. Obwohl so gut wie 50% der Erwachsenen von Hämorrhoiden betroffen sind und die Krankheit somit durchaus als Volkskrankheit bezeichnet werden kann, ist sind der After und das Thema Hämorrhoiden immer noch Tabuthema und vor allem eins: peinlich.

Sie sind im Grunde nicht gefährlich oder „bösartig“, aber sie schränken die Lebensqualität der Leidtragenden beträchtlich ein. Das Jucken und Schmerzen oder die Schwellungen stellen eine konstante Belastung dar. Langes Sitzen kann zur Qual werden, gewisse Sportarten können nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausgeübt werden und auch das Sexualleben wird eingeschränkt.

Hämorrhoiden sind ein chronisches Leiden. Dennoch kann eine konsequente Hämorrhoiden Behandlung die Symptome vor allem in früheren Stadien noch gut eindämmen und dem Auftreten neuer Hämorrhoiden vorbeugen.

Hämorrhoiden entstehen vor allem durch einen zu hohen Innendruck der im so genannten hämorrhoidalen Schwellkörper befindlichen Adern. Die Hämorrhoidalgefäße sind als Teil des Schließmuskels mit verantwortlich, dass der Mensch Kot, Gase oder Flüssigkeiten kontrolliert ausscheiden kann. Häufige Verstopfung – oft eine Folge von Faserarmer Ernährung – kann den Innendruck der Adern zu stark erhöhen. Aber auch falsches stuhlverhalten, wie zu häufiges Drücken oder Nachdrücken, sowie genetische Faktoren sind mitverantwortlich für das Auftreten des analen Leidens. Ausgelöst wird das Problem unter anderem durch Übergewicht, Schwangerschaft, langes Sitzen, zu starken Alkohol- oder Kaffeegenuß… …

Hämorrhoidalleiden lassen sich je nach Ausmaß in vier verschiedene Stadien unterteilen. Der Verlauf ist stufenweise, angefangen bei der untersten bis hin zur letzten, wenn das Leiden nicht rechtzeitig behandelt wird. Im ersten Stadium sind sie für Betroffene meist gar nicht erkennbar. Anzeichen können leichte rote Flecken im Toilettenpapier sein. Der Arzt kann sie mit einem speziellen Spiegel erkennen. Die vierte Stufe wird als Prolaps bezeichnet. Die Hämorrhoiden sind aus dem After ausgetreten und lassen sich auch manuell nicht mehr zurück schieben. Für Patienten ein sehr unangenehmer und schmerzlicher Vorfall.

Mediziner raten, bei Auffälligkeiten im Stuhlgang umgehend einen Arzt aufzusuchen. Blutungen können sowohl auch Hämorrhoiden, als auch auf schwere Darmerkrankungen hinweisen.

Die beste Therapie ist Selbstinitiative. Eine ausgewogene faserreiche Ernährung, Sport und die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit regen die Darmtätigkeit an und sorgen für einen nicht zu weichen oder zu festen Stuhl. Ein guter Stuhlgang ist ausschlaggebend um Hämorrhoiden vorzubeugen.

Cremes und Salben, sowie eine angemessene Hygiene können die Symptome lindern. Die Ursache muss jedoch mit einer geeigneten Therapie behandelt werden. Eine dieser möglichen Therapien ist zum Beispiel die Verödung oder Sklerotherapie.  Die ambulante Maßnahme bringt die Hämorrhoiden zum Schrumpfen. Eine weitere ambulant vom Proktologen durchgeführte Maßnahme kann die so genannte Gummibandligatur sein. Mithilfe eines Gummirings, welcher um den Hämorrhoiden gelegt wird, wird die Blutzufuhr zu diesem gestoppt und der Hämorrhoide stirbt ab. In sehr fortgeschrittenen Stadien hilft oft nur noch eine  Operation.

Menschen die Probleme beim Stuhlgang oder Auffälligkeiten im Analbereich feststellen, sollten dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und im besten Fall sofort einen Arzt aufsuchen. Ansonsten gilt wie immer: Die beste Vorbeuge ist eine gesunde ausgewogene Ernährung, Bewegung und so wenig Schadstoffe wie möglich (Rauchen, Alkohol…)


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